Die richtige Collie-Ernährung ist die Artgerechte

Hunde-Ernährung

Bei der Ernährung gibt es wie bei allen Hunden bezüglich der Rasse keine spezifischen Anforderungen.

Vielmehr ist es wichtig, den Collie wie jeden anderen Hund artgerecht zu ernähren. Dazu ist es sinnvoll, das Verdauungssystem des Hundes grob zu kennen.

Außerdem sollten bei der Wahl des richtigen Futters die natürlichen Ernährungsgewohnheiten der Tiere Berücksichtigung finden. Doch selbst unter diesen Umständen ist die richtige Ernährung ein Thema, das stark polarisiert.

Davon sollte sich niemand verrückt machen lassen, denn wie auch Menschen Individualisten sind, haben auch Collies ihre Vorlieben und Abneigungen.

Grundsätzlich zur Hundeverdaung

Hunde gehören zur Ordnung der Fleischfresser

Hunde und damit auch Collies gehören wie seine Vorfahren, die Wölfe, zu den Karnivoren, werden also den Fleischfressern zugeordnet. Allerdings sind sie keine reinen Fleischfresser, denn das gesamte Beutetier kann verwertet werden.

Dazu gehört auch der Magen der Beutetiere. Darüber hinaus fressen Wölfe als auch Hunde Beeren, Früchte und Obst - selbst der Kot anderer Wildtiere wird gefressen. Das hat keinesfalls mit Futtermangel zu tun, vielmehr reguliert der Hund damit seinen Haushalt an Mineralien, Enzymen, Vitaminen, Fetten, Eiweißen usw.

Dieser Unterschied wird auch beim Blick auf den Verdauungstrakt deutlich. Der eines Karnivoren wie dem Hund ist in Relation betrachtet etwa acht Mal größer als der eines reinen Pflanzenfressers wie dem Pferd. Das Gebiss ist auf das grobe Zerteilen von Fleisch und Knochen ausgerichtet.

Im Speichel befinden sich kaum Verdauungsenzyme. Vielmehr dient der Speichel beim Hund wie ein Gleitmittel, um die großen Brocken schlucken zu können. Daher auch der große Magen. Im Magen produziert der Hund die 10-fache Menge an Säuren wie der Mensch.

Die Verdauung beim Collie

Für den richtigen Anreiz zum Produzieren von Verdauungssäften dient das Fleisch - es regt die Verdauung an. Wird ein Hund nun mit Weizenprodukten gefüttert, ist der gesamte Haushalt an Verdauungsenzymen durcheinander.

Wenn alles passt, benötigt der Hund in etwa einen Tag zum Verdauen der Nahrung. Zum Vergleich: ein Pflanzenfresser benötigt bis zu 5 Mal mehr Zeit. Doch eine falsche Ernährung bringt noch mehr Nachteile mit sich.

Werden nicht genügend Enzyme und Verdauungssäfte erzeugt, ist auch das Abtöten von Bakterien nicht so effizient wie in der Natur.

In der Folge kommt es zu Durchfällen, einer falschen Gärung, verstärktem Parasitenbefall, einem nicht zufriedenstellenden Blutbild und sogar zum berüchtigten Drehen des Magens.

Die richtige Ernährung des Collies ist also wie bei jedem anderen Hund ausgesprochen wichtig.

Die Collie-Ernährung

Barfen oder Fertigfutter?

BARF steht für 'biologisch artgerechte Rohfütterung'. Diese Ernährungsmethode hat unter Hundebesitzern heftige Diskussionen ausgelöst.

Die Kritiker des Barfens bringen immer wieder an, dass Tiere durch die Fütterung von rohem Fleisch aggressiv werden würden.

Jedoch gibt es keine Fälle, in denen die Ernährung als Ursache für Aggressionen nachgewiesen werden konnte. Doch ein einfacher Blick beispielsweise in einen Zoo reicht.

Wer hat schon einmal gehört, dass die Tiere in einem Zoo mit Fertigfutter gefüttert werden? Wohl niemand, denn auch im Zoo steht die artgerechte Fütterung im Fokus. Daher sollte sie es auch beim eigenen Collie.

Kompromisse bei der Ernährung

Jedoch können Kompromisse geschlossen werden. Es gibt durchaus hochwertiges Fertigfutter, doch ist diese Nahrung buchstäblich tot. Omega-3-Fettsäuren fehlen ebenso wie Enzyme.

Außerdem verändern sich die Inhaltstoffe durch das Erhitzen dahin gehend, dass viele der für den Hund notwendigen Baustoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralien einfach nicht mehr im Futter enthalten sind.

Wenn ein Collie-Besitzer nun nicht ausschließlich barfen möchte, könnte er einen Kompromiss schließen und zumindest zwei- oder dreimal in der Woche rohes Hackfleisch mit Gemüse verfüttern. Angst wegen Parasiten, Bakterien oder Würmern muss der Collie-Besitzer nicht haben, wenn er auf Schweinefleisch verzichtet.

Alle Erreger in den anderen Fleischsorten werden abgetötet, wenn das rohe Fleisch für mindestens eine Woche tiefgefroren wird. Darüber hinaus gibt es mittlerweile Anbieter von Hundefutter, die auf dem Konzept von BARF aufbauen.

Hat der Besitzer von einem Collie keine Chance, nach der BARF-Methode zu füttern, sollte er wenigstens hochwertiges Futter verwenden.

Kostet ein Kilo Futter jedoch gerade einmal einen Euro und werden dann die Vertriebskosten und Gewinnmargen abgezogen, sollte sich der Hundebesitzer schon fragen, was für eine Qualität Hundefutter sein muss, wenn die reinen Futterkosten nur noch im Bereich von wenigen Cent liegen.

Ein guter Kompromiss bei der Ernährung: BARF und Trockenfutter

Ein guter Kompromiss ist eine Futterzusammenstellung aus BARF und hochwertigem Trockenfutter. Die Rohfütterung sorgt für einen natürlichen Haushalt aller wichtigen Inhaltstoffe, das Trockenfutter übernimmt zudem die Aufgabe einer Zahnbürste, weil es die Zähne reinigt.

Auf Rassen abgestimmte Ernährung

Viele Tierfutterhersteller bieten vermeintlich auf Rassen wie den Collie abgestimmte Futterzusammensetzungen. Es gibt eigentlich keine bestimmten Bedürfnisse an eine bestimmte Rasse.

Vielmehr sollten sich der Futterbedarf und die weitere Zusammenstellung nach den Gewohnheiten und Arbeitsaufgaben der Tiere richten. Ein Border-Collie, der zum Hüten von Schafen eingesetzt wird, hat sicherlich einen höheren Energiebedarf als ein reiner Begleithund.

Tierbezogenes Füttern und Besonderheiten

Welpen und adulte Collies

Allerdings sollte die Nahrung an das Alter des Collies angepasst werden. Collie-Welpen erhalten täglich bis zu vier Mahlzeiten, außerdem sollte zunächst das Futter des Collie-Züchters verwendet werden, um es langsam umzustellen.

Ab sechs bis neun Monaten können die Mahlzeiten auf drei pro Tag reduziert werden. Nach der Welpenzeit sind es dann - je nach Tier und Halter - ein bis zwei Mahlzeiten täglich.

Der berühmte Fastentag bei der Ernährung

Immer wieder ist von Hundebesitzern zu hören, dass ihr Hund einmal in der Woche kein oder kaum Futter bekommt. Die Begründungen reichen von einer Darmreinigung bis hin zum Nachahmen der Umstände in der freien Natur.

Denn da bekommen Hunde und Wölfe auch nicht jeden Tag Futter in den Magen. Beides ist falsch. Beinahe ironisch ist der Umstand, dass sich dieser Diättag als natürliches Nachahmen gut etablieren konnte, während Barfen immer noch zahlreiche Gegner hat, obwohl das wirklich artgerecht wäre.

Außerdem spricht noch ein weiteres Argument gegen den Hungertag. In der freien Natur schlagen sich Wölfe und Hunde den Bauch so richtig bis zum Anschlag voll, wenn sie ein Beutetier zerlegen.

Doch wer füttert seinen Collie bis zur Oberkante? Ebenso haben Studien nachgewiesen, dass es definitiv keine darmreinigenden Effekte gibt, wenn ein Diättag eingelegt wird. Außerdem neigt der Magen auch nicht zum Verdrehen.

Nahrungsergänzung

Fazit: wichtig ist eine Ernährung, die an den Lebenswandel des Hundes angepasst ist. Ob Collie, Border-Collie oder Schäferhund - das spielt keine Rolle.

Möglichst artgerecht sollte das Futter sein und dem Collie wie jedem anderen Hund vor allem schmecken, denn auch unsere Collies genießen gutes Futter. Um den gesunden Glanz vom Collie-Fell zu unterstützen, empfiehlt sich mindestens einmal in der Woche ein rohes Ei.

Wegen dem Kalzium gerne auch mit der Schale. Ebenso sollten unregelmäßig Knochen auf dem Speiseplan stehen - jedoch keine Röhrenknochen, bei denen besteht Lebensgefahr. Also nur volle Knochen geben.

Snacks und Leckerlies für den Collie

Als Snacks empfehlen sich Büffelhaut-Leckerlies, ebenso sollte es immer mal wieder Pansen geben. Keinesfalls sollte Süßes verfüttert werden. Auf Essensreste von Tisch sollte ebenfalls verzichtet werden, da die Nieren damit überlastet werden können.

Selbst wenn es dem Collie nur zu gut schmeckt - der Tag, an dem es sich rächt, kommt mit der Diagnose Nierenversagen. Außerdem gibt es auch noch Giftiges für den Collie wie für jeden Hund: dazu gehören Zwiebeln und Knoblauch in großen Mengen.

Zum Trinken sollte für den Collie immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen.

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