Langhaar-Collie

Der Langhaar-Collie lässt sich eigentlich in zwei Rassen unterteilen:

Daneben gibt es aber auch noch den australischen Collie mit langem Haar.

Bei der Anerkennung gibt es zwischen dem amerikanischen und englischen Langhaar-Collie erhebliche Unterschiede. So ist lediglich der englische langhaarige Collie vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkennt.

Aufgrund seines geschichtlichen Hintergrunds wird dieser Collie auch als Schottischer Schäferhund bezeichnet. Der Amerikanische Collie wird gesondert abgehandelt.

Alle Collie Rassen im Überblick

Collie Rassen

Der FCI Standard

Der langhaarige, britische Collie ist folgendermaßen in die Gruppen der FCI eingeteilt:

Größen und Farben

Widerristhöhe und Gewicht

Beschreibung des Langhaar-Collies nach dem VDH (Deutschland)

Körperbau und Aussehen

Der langhaarige britische Collie wird als ausgesprochen schöner und anmutiger Hund beschrieben. Dazu kommt eine gelassen-legere Würde, welche die Tiere ausstrahlen. Der Körper des Langhaar-Collies ist ausgezeichnet proportioniert und perfekt in seiner Abstimmung.

Der Collie strahlt Kraft und Vitalität aus, erscheint dabei aber keinesfalls plump.

prägen den überaus wichtigen Ausdruck, den ein Langhaar-Collie haben muss.

Wesen und Charakter

Der Langhaar-Collie ist wie jeder Collie ein äußerst gutmütiger Hund. Dank der enormen Intelligenz können dem Schottischen Schäferhund überdurchschnittlich viele Befehle beigebracht werden. Aggressionen werden bei einem guten Zuchttier vergeblich gesucht - der Collie ist für seine enorme Freundlichkeit bekannt. Daher eignet er sich auch hervorragend als Familienhund.

Allerdings stellt er den Anspruch, in die Familie integriert sein zu wollen - und nicht nur bei ihr zu leben. Ein vom Familienleben abgetrennter Lebensbereich ist für den Langhaar-Collie nicht erträglich.

Darüber hinaus ordnet sich der Collie einfach unter und akzeptiert seine Position schnell. Seinen Menschen gegenüber ist er ausgesprochen treu und loyal ergeben. Auch für Kinder kann sich der Collie ausgesprochen gut begeistern.

Dennoch: Kinder dürfen mit keinem Hund unbeaufsichtigt bleiben!

Beschaffenheit des Fells

Der Langhaar-Collie besitzt langes Deckhaar und dichte Unterwolle. Das Deckhaar fühlt sich verhältnismäßig hart an, wobei die Unterwolle auffällig weich und flauschig wirkt. Die Unterwolle ist so dicht, dass die darunterliegende Haut nur sehr schwer zu erkennen ist.

Der langhaarige Schottische Schäferhund besitzt eine ausgeprägte Halskrause und Mähne. An den Ohren läuft das Fell spitz zu. Glatt und kurz stellt sich das Oberfell im Gesicht dar.

An den Vorderläufen finden sich ausgeprägte Federn, der obere Bereich der Hinterläufe (über den Sprunggelenken) ist dicht behaart, darunter ist das Fellkleid kurz und glatt.

Die Rute ist ebenfalls voll und dicht behaart. Bei vielen Farbkombinationen sind alle vier Läufe weiß, ebenso die Halskrause und die Rutenspitze.

Bei den Farbschlägen ist zwischen drei Variationen zu unterscheiden:

Der Collie in blue-merle ist grau meliert. Allerdings gibt es mit der Vererbung der Gene gesundheitliche Schwierigkeiten. Das für den Schlag verantwortliche Merle-Allel führt zu gesundheitlichen Problemen im Innenohr und an den Augen, falls es von beiden Elterntieren vererbt wird.

Daher muss es zwingend bei einem der Elterntiere fehlen. Gleichzeitig besteht das Problem, dass bei Collies in sable-white dieses Allel nicht mehr erkennbar ist, weshalb es schnell und unbeabsichtigt zu diesen riskanten Verpaarungen kommen kann. Daher ist dieser Farbschlag nach dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) generell verboten.

Weiße und schwarze Langhaar-Collies sind im englischen Verband nicht anerkannt. Allerdings hat der deutsche Club für Amerikanische Collies die damit verbundenen fünf Farbvariationen den amerikanischen Standard übernommen. Aufgrund dieser erheblichen Unterschiede behandelt dieser Artikel ausschließlich den englischen Langhaar-Collie.

Die Geschichte des Langhaar-Collies

Der Langhaar-Collie ist eine britische Rasse, die sich wie viele heutige Rassen wahrscheinlich unter dem römischen Einfluss ergeben hat. In Nord- und Mitteleuropa waren immer spitzartige Hunde verbreitet. Es wird vermutet, dass die Römer mit ihren Legionen eigene Treib- und Hütehunde über die Alpen mitbrachten, die sich mit den europäischen Hunden verpaarten.

Auf den britischen Inseln kam die Besonderheit hinzu, dass die Hunde dort über Jahrhunderte verhältnismäßig stark isoliert waren. So konnten vor allem schottische Bauern und Hirten einen Hund aus diesen Anlagen formen, der ihren Anforderungen entsprach.

Dazu gehört, dass der Hund eigenständig eine Herde hüten können musste, andererseits musste er anhand seines Fells schnell in der graugrünen Landschaft der Highlands zu finden sein. Diese Eigenschaften züchteten die Schäfer dem Collie über die Jahrhunderte an. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Schottische Schäferhund bereits im 13. Jahrhundert nachgewiesen werden konnte.

Der Langhaar-Collie lernt die Welt kennen

England ist eine Kolonialmacht und Seefahrernation. So war es naheliegend, dass es der Langhaar-Collie auch auf die Handelsschiffe und damit in die heutigen USA und nach Australien schaffte. Während in Australien für britische Verhältnisse völlig inakzeptable Farbschläge dazukamen, entwickelten die Amerikaner gleich eigene Zuchtvorstellungen, was den Langhaar-Collie angeht.

Daher die großen Unterschiede in den Zuchtvorgaben, wobei nur der englische Langhaar vom FCI anerkannt ist. Der Begeisterung für den Collie schadet das jedoch überhaupt nicht, denn die gutmütigen Wesens- und Charakterzüger haben sich auch dort gut erhalten können.

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