Hundesteuer

Die Hundesteuer ist für jeden Besitzer von einem Collie dieselbe Selbstverständlichkeit wie die Kosten für Tierarzt und Hundefutter. Jedoch liegt die Hoheit der Besteuerung von Hunden in Deutschland bei den Ländern und Gemeinden. Dementsprechend unterschiedlich wird sie erhoben.

Es gibt sogar Gemeinden, die immer noch keine Hundesteuer einziehen. Daneben gibt es Hunde, die von der Hundesteuer befreit sind, während für bestimmte Hunderassen drakonisch hohe Hundeabgaben erhoben werden - der Collie gehört jedoch nicht dazu.

Die Geschichte der Hundesteuer

Viele Menschen sind der Meinung, die Steuer für Hunde wird in Deutschland nur erhoben, um den Haushaltssäckel aufzufüllen. Unter Umständen mag das stimmen, da in einigen Bundesländern auch diskutiert wird, eine Tiersteuer für andere Haustiere zu erheben.

Allerdings steht dem gegenüber, dass es zumindest in der Geschichte der Hundesteuer immer wieder auch sinnvolle Erhebungen gab. Schon im Mittelalter wurde für das Halten von Hunden eine Steuer erhoben, das sogenannte Hundekorn. Außerdem gab es Jagdfrondienste für die Hunde.

In Deutschland wurde unter preußischer Regierung erstmals eine Besteuerung von Hunden eingeführt, aber auch damals gab es zahlreiche Ausnahmen. Wegen eines vermehrten Aufkommens von Tollwut wurde 1809 eine Hundesteuer in Sachsen-Coburg erhoben.

Das erste Land, das offiziell eine Steuer für Hunde erließ, ist England. Dort wurde sie 1796 eingeführt. Jedoch wurde sie zwischenzeitlich, nämlich 1987, abgeschafft. In Frankreich wurde sie 1979 abgesetzt, in Dänemark bereits 1972. Im deutschsprachigen Europa, als Deutschland, Österreich, Schweiz, gibt es die Steuer.

Die heutige Hundesteuer

Steuerliche Stellung

Die Hundesteuer ist eine direkte Steuer, die von den Gemeinden festgelegt und eingezogen wird. Besteuert wird dabei konkret das Halten von Hunden. Der Verwendungszweck steht den Gemeinden damit frei, da sie als Aufwandssteuer keiner Bindung wie beispielsweise die Kfz-Steuer unterliegt, die eigentlich in die Infrastruktur investiert werden müsste. Die Gemeinden werden durch die Erhebung der Steuer für Hunde also nicht verpflichtet, beispielsweise Laufflächen für Hunde bereitzustellen oder Hundekot zu entfernen.

Die Steuer wird, wie bereits erwähnt, direkt von den Gemeinden erhoben. Teilweise wird die Erhebung von den Ländern vorgeschrieben, zum Teil liegt sie völlig in der Hand der Gemeinden. Bundesländer, welche die Gemeinden verpflichten, sind Baden-Württemberg und das Saarland.

Dem stehen Gemeinden wie Eschborn gegenüber, die grundsätzlich keine Steuer für das Halten von Hunden erheben. Eingezogen wird die Steuer jährlich, steuerpflichtig werden Hunde ab dem dritten Lebensmonat.

Sonderegelungen

Nicht jeder Hund wird bei der Steuer gleich behandelt. Aber auch diese Regelungen unterliegen der Verantwortung der einzelnen Gemeinde, ebenso wie die Höhe der zu entrichtenden Steuern. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass jeder private Hundehalter zur Steuerabgabe verpflichtet ist. So ist es auch gesetzlich geregelt, dass ausschließlich von natürlichen Personen Hundesteuern erhoben werden können.

Jedoch gibt es zahlreiche Ausnahmen, die ebenfalls regional und insbesondere von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Listenhunde, umgangssprachlich auch als Kampfhunde bezeichnet (außer in Bayern und Baden-Württemberg, hier werden sie offiziell als Kampfhunde benannt), unterliegen zumeist einer wesentlich höheren Besteuerung als alle anderen Hunde. Jedoch gibt es auch Unterschiede bei der Einstufung als sogenannte Listenhunde.

Die Besteuerung von Listenhunden

Die Hundelisten gibt es in allen Bundesländern bis auf Niedersachsen (Stand 2013/14). Daneben gibt es Hunde, die in manchen Bundesländern nicht als Listenhunde geführt sind, in anderen jedoch also solche geführt werden. Dazu gehört zum Beispiel der Rottweiler.

Diese Rasse wird zusätzlich in manchen Bundesländern als grundsätzlich gefährlich eingestuft, in anderen kann ein gefährliches Verhalten durch eine Wesensprüfung widerlegt werden. Der Collie gehört selbstverständlich in keinem Bundesland zu den Listenhunden - keine der Collie-Rassen.

Die Steuern für diese Listenhunde liegen deutlich über denen für andere Hunde. Allerdings hat das bayrische Verfassungsgericht im Sommer 2013 geurteilt, dass beispielsweise eine Steuer von 2.000 Euro unverhältnismäßig sei.

Für diese Hunde wird keine Steuer fällig

Je nach Gemeinde kann es sein, dass für Hunde, die eine Begleithundeprüfung absolviert haben, keine Steuern erhoben werden. Ebenso werden für Hunde aus dem Tierheim unter Umständen keine Steuern festgesetzt. Ebenfalls freigestellt von Steuern sind beruflich eingesetzte Hunde. Dazu zählt auch der Hütehund, wie es der Collie in seiner Natur eigentlich wäre.

Aber eben nur, wenn der Collie tatsächlich zum Hüten eingesetzt wird. Blindenhunde sind ebenfalls von der Hundesteuer befreit. Bei sozial weniger gut gestellten Bürgern kann die Steuer sogar ermäßigt werden. Insgesamt können folgende Hunde von der Steuer befreit oder ermäßigt sein (es sollte immer in der zuständigen Gemeinde nachgefragt werden):

Die Hundesteuer beim Collie

Bei jedem Collie, also vom Langhaar-Collie über den Border Collie bis hin zum Amerikanischen Collie oder Bearded Collie ist davon auszugehen, dass sie als herkömmliche Hunde behandelt werden und für sie der Regelhundesteuersatz zu entrichten ist.

Vorsicht bei Zweit- und Dritthunden!

Allerdings sollte auch noch einmal bei der Gemeinde nachgefragt werden, wie hoch der Steuersatz für einen zweiten Hund ist. Denn für Zweit- und Dritthunde werden in vielen Gemeinden deutlich höhere Steuern erhoben als für den ersten Hund.

Das unterscheidet sich jedoch ebenfalls von Gemeinde zu Gemeinde. Es sollte aber unbedingt nachgefragt werden, da sich die Steuer je nach Gemeinde sogar verdreifachen kann. Die Abrechnung erfolgt außerdem meist nach Haushalt und nicht nach Haltern.

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